Ausgangspunkt.

Mannheim.
Weil Alles einen Anfang hat.

Meine Güte was war das wieder für ein Tag gewesen. Nicht nur dass mir die brütende Hitze schwer zu schaffen machte – nein – ich verbrachte mein Dasein weggesperrt im Büro. Mein einziger Freund war mein Arbeitslaptop geworden und Kontakte zur Außenwelt nahm ich nur noch spärlich wahr. Nicht einmal die Schönheit eines Sommertages im Park mit Springbrunnen konnte mein Gemüt erheitern. Stand ich etwa kurz vor einem Burn-Out? Nach ca. über einem halben Jahr Probezeit und in der Blüte meiner Schaffenskraft? Das kann nicht sein. Das hat andere Gründe.

So dachte ich, als ich nach Feierabend umherirrte und darüber sinnierte was ich mir hier weit weg von daheim zum Abendessen besorgen sollte. Lustlos stand die Wahl nach Fastfood ganz hoch im Kurs bei mir. Urgs. Schon wieder Fastfood? Ich sah jetzt schon aus wie eine Kandidatin der nächsten Staffel „Biggest LOOSER“. Dieser Gedanke deprimierte mich zusätzlich und ich lief im LIDL trotzig an den Chips, den Schaumküssen, den Schokobrötchen, der Obst- und Gemüseabteilung vorbei. Mit einer Flasche Mineralwasser stand ich mir an der Kasse schließlich die Beine in den Bauch. Super. Und was nun? Essen musste ich was, sonst würde meine Laune gleich völlig den Flipp bekommen. Vielleicht doch der Döner der da um die Ecke so lecker riecht? Urgs. Lieber nicht, wenn ich so in die Auslage sehe. Dann eben weiter. Chinamann wäre doch eine vertretbare Option. Urgs. Auch nicht. Der hat nicht umsonst so wenige Gäste. Mittlerweile stellte ich mir die Frage, ob ich überhaupt noch Lust hätte etwas zu essen.

Diese Frage stellte ich mir in letzter Zeit sehr häufig. Habe ich überhaupt noch Lust? Und was tun gegen diese chronische Lustlosigkeit die sich über mein Leben legte? Darüber werde ich später vielleicht noch einmal philosophieren. Wenn ich Lust habe.

Wie ein Schlafwandler ging ich daher meinen gewohnten Weg Richtung VAPIANO. VAPIANO das klingt schon sonnig, frisch und vital. Alles das was mir irgendwie gerade fehlte. Und wo besorgt man sich sein Zeug das man braucht? Natürlich beim Dealer des Vertrauens. Wie fast jeden Tag landete ich also in diesem italienischen Lokal und bestellte wie immer einen Salat. HA! Zum mitnehmen, da es mir dort allein zu doof ist. Also zurück zum klimatisierten Hotel und abschalten. Nach einem 10 Stunden Tag, der irgendwie nie mehr enden will, will ich nur noch blanko denken. Also nicht mehr viel. Weiße Wiese und das Geblabber aus dem Flimmerkasten. Ich weiß nicht was schlimmer ist: Das HarzIV TV am Vormittag oder das am Nachmittag. Mit der Zeit bin ich ein richtiger Fan der Tagesschau geworden. Damals war das nix. Zu viele unwichtige Informationen, da war mein Interesse besser durch TAFF und EXPLOSIV und co. bedient. Heute sind mir diese Sendungen zu laut, zu bunt, zu schrill, zu unwichtig. Und das erst mit 24! Werde ich etwa (Schluck.) alt?

Ich bin deprimiert. Man merkt es vielleicht schon.

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