Projekt.

Projekt.

Mannheim.

Ja warum eigentlich nicht auch mal Blätterzählen im Wald. Andere springen von Hochhäusern, lassen sich von weißen Haien beißen, machen mehr travel als work in DOWN UNDER oder klauen GODZILLA eine Banane. Das sind mir alles zu riskante Dinge und mehr Action erträgt mein altersschwaches Herz wohl auch nicht als es jetzt schon zu verkraften hat. Was ich brauche ist eine Pause. Nein, kein Standby, sondern ein komplettes Herunterfahren meines Systems. Das ganze natürlich geplant und von mir autorisiert und keine Spontanausfälle aufgrund von Kreislaufproblemen.

Man merkt, ich bin ganz schön im Arsch.

Und das mit (fast!) 25 Jahren.

Meine Mutter würde wieder versuchen mich aufzubauen und sagt „Ein viertel Jahrhundert! Da kann es schon mal zu Verschleißerscheinungen kommen.“ Und wie ich ihren sympathischen Freund kenne legt er nach mit „Du gehst auf die 30 zu und befindest dich auf dem absteigenden Ast.“. Natürlich weiß ich, dass das überspitzt dargestellt ist und wohl auch eher meine eigenen Gedanken wiederspiegelt, aber sind wir mal ehrlich. Ich jammer schon ganz schön rum und dafür das ich so lustlos bin habe ich hier immerhin schon drei Seiten Text verfasst. Mich scheint mein Vorhaben also doch etwas zu motivieren.

Leider komme ich auf so brillante Ideen immer dann, wenn sich diese Idee gerade als Trend herausstellt. Ein Reisemagazin am Mannheimer Hauptbahnhof hatte mich in seinem Bann gezogen. Es versprach Traumpfade und erzählte von Premiumwegen und herrlichen Momenten in der Natur. Also eigentlich alles wonach ich mich aktuell sehnte. Nicht gerade nach Premiumwegen, aber Traumpfade hörte sich super an. Das wollte ich mir genauer ansehen. Je mehr ich mich mit dem Thema „Wandern“ auseinandersetzte, desto faszinierter war ich und schon war ich Feuer und Flamme. Genau das, was als Scherz begonnen hatte, sollte mich wieder zu alter Form zurückführen! Ich wollte Wandern. Weg. Weit weg. Einfach loslaufen. Leider ist das nur am Wochenende möglich oder im Urlaub. Und eigentlich hatte ich auch nichts zum anziehen. Klischee Frau die erst einmal in ihrem Tun ausgebremst wurde. Doofe Realität.

Dieses Projekt habe ich mir für mich ausgedacht. Es soll mir helfen mich zu entspannen und die Momente des Blätterzählens für mich dokumentieren. Es soll mich erinnern an Ruhe und Traumpfade wenn ich es fernab von Urlaub oder Wochenende noch einmal durchlese. Es soll mir helfen wieder „runterzukommen“ und gelassener zu werden.

Da ich wohl nicht die Einzige bin mit solchen Problemen, stelle ich mich öffentlich als Versuchs- und Projezierungsobjekt zur Verfügung. Für alle die auch mal in der Pause ein paar Traumpfade, Premiumwege, Prädikatswege, Einöden, Milchstraßen entlangwandern wollen.

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